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Die erste Hauptstadtmesse in Berlin - powered by Fonds Finanz
Rund 150 Aussteller und 2.500 Besucher werden zur ersten Hauptstadtmesse im Berliner Estrel-Convention-Center erwartet. Sowohl Vertreter aus Versicherungs- und Kapitalgesellschaften als auch aus Emissionshäusern und Medienunternehmen gehören zum Ausstellerkreis der ersten Hauptstadtmesse im Jahr 2010. Darüber hinaus haben Sie die Gelegenheit, an verschiedenen Workshops mit interessanten Themen und Top-Referenten, wie Jörg Laubrinus, Hans D. Schittly, Marcel Schlee und Thorulf Müller teilzunehmen.
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Schönfärberei durch Anlagevermittler:
Quelle: Rechtsanwälte LOHBECK & PARTNER
Haftung trotz Aushändigung eines ordnungsgemäßen Prospektes
Der Umstand, dass ein Beteiligungsprospekt Chancen und Risiken der Kapitalanlage hinreichend verdeutlicht, ist kein Freibrief für den Vermittler, Risiken abweichend hiervon darzustellen und mit seinen Erklärungen ein Bild zu zeichnen, das die Hinweise im Prospekt entwertet oder für die Entscheidungsbildung des Anlegers mindert.
Solche Schönfärberei kann trotz der ausreichenden Risikoaufklärung im Prospekt Schadensersatzansprüche des Anlegers begründen (BGH, Urteil vom 12.7.2007 - III ZR 83/06).
von RA Markus Wollin, Rechtsanwälte LOHBECK & PARTNER
Eine Kurzinfo zu RA Wollin finden Sie hier
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verfasst von: Michael 08.01.2010, 18:30 Uhr
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Vertriebe - Warnungen: Nun sollen allzu eifrige MEGler zahlen
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Quelle: http://www.hna.de/hptopnews/00_20100108173000_Nun_sollen_allzu_eifrige_MEGler_zahlen.html
Insolvenzverwalter strebt Musterklagen gegen einstige Mitarbeiter an – Verdacht: Versicherungen umgedeckt.
Kassel. Die Schulden der *EDIT* AG belaufen sich auf 47 Millionen Euro. Dem entgegen steht laut Insolvenzverwalter Fritz Westhelle eine Insolvenzmasse von fünf Mio. Euro, die er aus dem Verkauf von Software, Laptops, Möbeln, Forderungen an Arbeitnehmer, Schadensersatzforderungen an Aufsichtsrat und Darlehen an Vorstände erzielen will.
Weiter...
Zwar belaufen sich die Ansprüche an den einstigen Vorstandvorsitzenden Mehmet *EDIT* und einen Teil der Vorstände auf insgesamt vier Mio. Euro, aber Westhelle ist sich sicher, dass er nur einen Teilbetrag bekommt.
Um die Insolvenzmasse, aus der die Gläubiger bedient werden, zu erhöhen, sollen die Kundendaten des Vermittlers verkauft werden.
Vorerst hat das Kasseler Landgericht dies aber gestoppt. Geklagt hat die Consal Makler Service GmbH. Die *EDIT* habe dem Maklervertrieb der Bayerischen Beamtenkasse und der Union Krankenversicherung die Kundendaten abgetreten. Diese Ansprüche werden von Westhelle angefochten.
Consal ist bei *EDIT* mehrfach engagiert. Bei Gökers Immobilie im Kasseler Stadtteil Harleshausen hat sie sich im Grundbuch eine vorrangige Zwangssicherungshypothek über einen siebenstelligen Betrag eintragen lassen. Diese dient der Absicherung einer Forderung. Das heißt: Wird das Haus verkauft, erhält Consal zuerst Geld.
*EDIT* verfügt über 60 000 Datensätze von Kunden mit festen Verträgen und weitere 400 000 Interessentendaten. Dafür habe ein Interessent 1,5 Mio. Euro geboten, ein Verkauf ist derzeit nicht möglich. "Beim Datenverkauf vertreten die Gerichte unterschiedliche Auffassungen", sagt Westhelle und will es auf einen Musterprozess ankommen lassen.
Paradox: Der Wiesbadener Finanzvertrieb Aragon hat nach eigenen Angaben mit diesen Datensätzen seine Geldspritze an *EDIT* abgesichert, Banken besichern Kredite damit. Indirekt kommt dies einem Verkauf gleich.
Etwa 40 000 der 60 000 Datensätze seien in den vergangenen drei Geschäftsjahren zustande gekommen. Etwa 6000 dieser 40 000 Verträge sind in den letzten Monaten des Jahres 2009 von ehemaligen MEGlern umgedeckt worden, schätzt Westhelle.
Ein Beispiel: Wurde ein Kunde von MEGler XY erst bei der Allianz versichert, wurde ihm vor wenigen Wochen eine vermeintlich billigere Versicherung etwa bei der Central angeboten. Jedes mal kassierte er Provision für den Abschluss – zum Nachteil der Versicherer. Allerdings war den MEGlern solch ein Umdecken unter Androhung einer Vertragsstrafe von bis zu 5000 Euro pro Abschluss untersagt worden. Westhelle: "Da sich die Mitarbeiter über ihre Identifikations-Nummer ermitteln lassen und die Versicherer größtmögliche Kooperation zugesagt haben, werden wir Musterprozesse führen, um dieses Geld zurückzuholen."
Rein rechnerisch könnten 30 Mio. Euro eingetrieben werden. Doch die Summe sei unrealistisch, sagt Westhelle.
Von Martina Wewetzer
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